Normandie - Flussreisen durch Frankreich erleben

Jahrhunderte lang zählte die stolze Normandie zu den reichsten französischen Regionen. Davon zeugen noch heute mächtige Kathedralen, wie die von Rouen oder Bayeux, sowie hunderte von Schlössern und Herrenhäusern die Sie bei einer Flusskreuzfahrt in der Normandie entdecken.

Die Normandie mit einer Bevölkerung von rund 3,5 Millionen Menschen gliedert sich in die Region Haute Normandie an der unteren Seine und östlich davon und in die Region Basse-Normandie westlich der Seine. Die größten Städte sind Le Havre, Rouen, Caen und Cherbourg. Hinter der 600 Kilometer langen Küste mit schroffen Kreidefelsen, Sandstränden und Dünen erstrecken sich zahlreiche unterschiedliche Landschaften. Vor allem prägen sanfte Hügel, Wälder und weite Apfelbaumwiesen das Land.

Der Golfstrom beschert Ihnen bei einer Flusskreuzfahrt in der Normandie ein mildes Klima und viele Niederschläge. Drei große „C“ stehen an der Spitze des landwirtschaftlichen Angebots: Cidre, Calvados und Camembert. Dazu kommen aber auch Meeresfrüchte wie Austern und Jakobsmuscheln sowie viele weitere Produkte aus Feld und Flur. Und auch die zahlreichen Parks und Gärten profitieren vom ausgeglichenen Meeresklima. Im unteren Seinetal zwischen der Großstadt Rouen und der Seinemündung unterstreicht der „Naturpark Schleifen der Seine“ die Besonderheiten der Landschaft. Und das ganz spezielle Licht zog im 19. Jahrhundert Claude Monet und zahlreiche andere Impressionisten in seinen Bann.

Entdecken Sie die Geschichte der Normandie

Im Westen der Normandie reicht die Halbinsel Contentin weit in den Ärmelkanal, etwas südlich erstreckt sich der „Naturpark des Marais du Contentin et du Bessin“. Vor der Küste von Cotentin liegen die britisch-normannischen Inseln Jersey, Guernsey, Aurigny, Sercq und Chausey. Wie auch das übrige Gallien wurde die ursprünglich von Kelten bewohnte Region von den Römern besetzt. Diese schufen um 280 n. Chr. unter Kaiser Diokletian ein Verwaltungsgebiet, das etwa der heutigen Normandie entsprach. Sie gehörte ab 720 zum fränkischen Reich.

Im 9. Jahrhundert fielen aus Norwegen und Dänemark immer wieder Normannen ein, wodurch die Normandie zu ihrem Namen kam. Um den ständigen Kämpfen ein Ende zu bereiten, übertrug im Jahr 911 der Frankenkönig Karl der Einfältige ein Teil des Gebiets dem Normannen Rollo. Bis zum 12. Jahrhundert war die Normandie dann unabhängig. Der Normanne Wilhelm der Eroberer segelte 1066 mit einer gewaltigen Armada über den Ärmelkanal, eroberte England und wurde englischer König. 1204 wurde die Normandie dem Königreich Frankreich angegliedert.

Reisen in die Normandie

Flussreise durch die Geschichte der Normandie

1328 beanspruchte der englische König Eduard III. den französischen Thron und besetzte die Normandie und weitere Teile Frankreichs. Deshalb führten beide Länder von 1339 bis 1453 den „Hundertjährigen Krieg“, der mit der Vertreibung der Engländer vom Festland endete. Dazu trug auch die Bauerntochter und spätere Nationalheilige Johanna von Orléans (Jeanne d’Arc) bei, die in Rouen verurteilt und verbrannt, später aber rehabilitiert und zur Nationalheiligen erhoben wurde.

Die Französische Revolution 1789 und die Herrschaft Napoleons verliefen in der Normandie wie im übrigen Teil Frankreichs. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Städte an der Seine zu bedeutenden Wirtschaftszentren, da der Fluss bis Rouen auch von Hochseeschiffen befahren werden kann und Rouen zum wichtigsten Hafen für Paris wurde. Auch Le Havre nahm einen enormen Aufschwung und ist heute Frankreichs wichtigster Containerhafen.

Der Erste Weltkrieg spielte sich in der Normandie nur geringfügig ab, doch im Zweiten Weltkrieg war sie ab 1940 von den Deutschen besetzt. Am 6. Juni 1944 landeten die alliierten Truppen mit einer Armada von 20.000 Schiffen an den normannischen Stränden, um Europa vom Faschismus zu befreien. Bei den Bombardements wurden die Städte Saint-Lô, Caen und Le Havre schwer zerstört.

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