Arles – Reisetipps für eine Flusskreuzfahrt ins UNESCO-Weltkulturerbe

Flussreise Arles

Rund 25 Kilometer vom Mittelmeer entfernt verzweigt sich Frankreichs größter Strom in die Große und die Kleine Rhône und zum weitläufigen Mündungsdelta. Hier entdecken Sie bei einer Flusskreuzfahrt auf der Rhône Arles (55.000 Einwohner), mit 760 Quadratkilometern die flächenmäßig ausgedehnteste Stadt Frankreichs. Arles (gesprochen Arl) gehört wegen des historischen Stadtzentrums mit zahlreichen römischen und romanischen Baudenkmälern bereits seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

 

Die schon von den Galliern gegründete Stadt bekam unter Kaiser Julius Caesar 46 v. Chr. den Status einer römischen Militärkolonie und erlangte im Wettstreit mit Marseille bald große wirtschaftliche und politische Bedeutung. 395 wurde Arles Hauptstadt des römischen Gallien, gehörte ab dem 6. Jahrhundert zum Frankenreich und stieg 879 zum Regierungssitz des Königreichs Burgund auf. Dieses wurde im 11. Jahrhundert ins Heilige Römische Reich eingegliedert und fiel mit der Provence 1481 an Frankreich.

Bis 1801 war Arles Bischofssitz. In römischer Zeit entstand Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. das gewaltige Amphitheater, ein riesiges Oval von 140 x 103 Metern, eines der größten des Römischen Reichs und ein besonderer Höhepunkt einer Flusskreuzfahrt in Arles. In zwei Geschossen mit je 60 Arkaden reihen sich 34 Ränge, auf denen über 20.000 Menschen Platz fanden. Im Mittelalter wurde das Stadion zur Festung umgebaut, von der drei Ecktürme zeugen.

Heute verfolgen in der Arena Tausende Zuschauer die jährlichen Stierkämpfe und Stierwettrennen, die im Gegensatz zu den „Corridas“ in Spanien unblutig verlaufen. Diese „Course Camarguaise“ werden begleitet von Musikveranstaltungen und Umzügen der Gardians, der Camargue-Hirten. Schon vor dem Bau der Arena entstand unter Kaiser Augustus das halbrunde antike Theater, das heute im Sommer als Freilichtbühne genutzt wird. Von der einstigen Bühnenwand blieben zwei korinthische Säulen sowie mehrere Säulenstümpfe erhalten.

Flusskreuzfahrten auf der Rhône

Arles – Eine Stadt mit römischen Einflüssen

Weitere Zeugnisse aus römischer Zeit sind die Reste des Forums mit einem unterirdischen Bogengang, ein sogenannter Kryptoportikus aus dem 1. vorchristlichen Jahrhundert, sowie die Thermen des Konstantin aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.. Sie erinnern an die vom gleichen Herrscher angelegten Thermen von Trier. Im Antikenmuseum bewundern Sie bei einer Flussreise nach Arles zahlreiche Funde aus römischer Zeit.

Außerhalb der Altstadt liegt die Totenstadt Alyscamps, eine der schönsten erhaltenen christlichen Nekropolen aus römischer Zeit mit einer von Sarkophagen gesäumten Allee. Auch aus nachrömischer Zeit sind in Arles zahlreiche Baudenkmäler zu bewundern. Dazu gehört vor allem die Sankt-Trophimus- Kirche, ein ehemaliges Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert. Berühmt ist das Eingangstor im Stil der provenzalischen Romanik, dessen Tympanon über der Türe Christus als Weltenrichter zeigt.

Nicht weniger bedeutend und ebenfalls beispielhaft für den provenzalischen Stil ist der Kreuzgang mit seiner Vielfalt an Skulpturen und Kapitellen. Eindrucksvoll ist auch das Innere der 20 Meter hohen Basilika, die später auch um gotische Bauteile ergänzt wurde. Das barocke Rathaus am Platz der Republik wurde 1673 nach Plänen von Jules Hardouin Mansard erbaut, der auch das Schloss von Versailles geschaffen hat. Vor dem Rathaus erhebt sich ein römischer Obelisk; außerdem beeindrucken in Arles rund 50 Stadtpaläste prominenter Patrizier aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Wandeln Sie auf den Spuren Van Goghs

Der Name der Stadt Arles ist untrennbar mit dem des berühmten Malers Vincent van Gogh verbunden. Niemand kann über die Stadt und ihre besondere Atmosphäre sprechen, ohne an diesen „Meister des Lichts“ zu denken. Er kam 1888 nach Arles und fand hier das Licht und die Stimmung, die er für seine Bilder suchte. Die nur 15 Monate seines Aufenthaltes in Arles wurden zur produktivsten Phase seines Schaffens: In dieser Zeit entstanden mehr als 300 seiner Werke. Einige Motive, die ihn inspiriert haben, sind noch vorhanden, andere wieder erstanden. Beispielsweise das „Nachtcafé“, eines seiner bekanntesten Ölgemälde, wie auch die berühmte „Brücke von Arles“ oder der „Espace Van Gogh“, der Garten des ehemaligen Krankenhauses, in dem der Künstler einige Zeit verbrachte. Genießen Sie dieses besondere Licht bei einer Flusskreuzfahrt nach Arles!

Arles besitzt drei bemerkenswerte Museen: das archäologische Museum mit dem Schwerpunkt auf dem antiken Arles, das Museum der Bildenden Künste, das den Namen des Malers Jacques Réattu (1760-1833) trägt und sein Gesamtwerk enthält, sowie das Ethnografische Museum über die Provence und ihre Menschen.

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