Semperoper, Zwinger und das berühmte Elbpanorama: Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat viel zu bieten. Entdecken Sie hier unsere Reisetipps für Ihre Flusskreuzfahrt nach Dresden.

Flusskreuzfahrt in Dresden

Prachtvolles "Elbflorenz"

Für den gebürtigen Dresdner Erich Kästner war die Stadt „voller Kunst und Geschichte und trotzdem kein von Dresdnern zufällig bewohntes Museum“. Eines seiner schönsten Bekenntnisse lautet: „Wenn es zutreffen sollte, dass ich nicht nur weiß, was schlimm und hässlich, sondern auch, was schön ist, so verdanke ich diese Gabe dem Glück, in Dresden aufgewachsen zu sein.“ Entdecken auch Sie diese Schönheit bei einer Flusskreuzfahrt in Dresden.

Die Stadt liegt inmitten der grandiosen Elblandschaft, der Fluss darf „unbezwungen“ durch das Zentrum strömen. Und sie bietet eine einmalige Vielzahl an Kunst- und Naturschätzen – von den berühmten Sammlungen August des Starken über den Sommersitz der kurfürstlichen und königlichen Familien in Pillnitz bis hin zur bizarren Felsenlandschaft der Sächsischen Schweiz die Sie bei Flusskreuzfahrten auf der Elbe mit nicko cruises erleben. Der einmaligen Symbiose von Landschaft, Architektur und Kunst verdankt die Stadt ihren Ruf als Kulturmetropole ersten Ranges: Elbflorenz.

Flusskreuzfahrten nach Dresden

Davon war im Februar 1945, nach den katastrophalen Zerstörungen durch britische und amerikanische Bomberverbände, nichts mehr übrig. Total vernichtet wurden 15 Quadratkilometer städtisches Territorium, dabei kamen etwa 35.000 Menschen ums Leben. Der Neuaufbau des Altmarktes in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts war ein Signal zur Wiederbelebung der totgesagten Stadt.

Die Geschichte des Wiederaufbaus ist ein zäher Kampf zwischen sozialistischen Städteplanern und geschichtsbewussten Denkmalschützern, die sich letztlich durchgesetzt haben. Heute ist die Hauptstadt von Sachsen eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Besonders locken die kulturellen Anziehungspunkte: ein Besuch der Frauenkirche, der Semperoper, ein Konzert des weltbekannten Kreuzchors oder ein Gang durch die einmalige Museenlandschaft. Dresden hat sich in den letzten 20 Jahren stetig verändert und ist auf dem Weg dahin, wieder das zu werden, was es lange Zeit war: Elbflorenz.

Ein Rundgang durch die Stadt: Viele Attraktionen

Die Prager Straße wurde einst mit Berlins Kurfürstendamm verglichen. Zu DDR-Zeiten war sie eine zügige, öde Durchgangsstraße. Heute, nach Umbau und Verdichtung, zeigt sie sich wieder von menschlichen, überschaubaren Maßen. 1851 angelegt, war sie elegant mit ihren Geschäften, Restaurants und Hotels. Nach der Zerstörung folgte das Plattenbau-Allerlei, von dem nun aber durch Umbauten, neue Glasfronten, Verwendung moderner Formen sowie Farben und die Ansiedlung von Gastronomie und Handel kaum noch Spur en zu sehen sind. Über die Waisenhausstraße geht es rechter Hand zum Neuen Rathaus. Auf seinem 98 Meter hohen Turm gießt eine herkulische Figur das Füllhorn über Dresden aus. Der „Goldene Rathausmann“ ist ein Wahrzeichen.

Nur wenige Schritte weiter befindet sich der Altmarkt, das historische Zentrum der Stadt und eines der absoluten Highlights einer Flusskreuzfahrt in Dresden. Neben seiner Handelsfunktion diente er Jahrhunderte als Schauplatz für Feste und Turniere. Die angrenzende Kreuzkirche ist das älteste Gotteshaus der Stadt. Durch Umbauten und neue Gebäude hat man versucht, dem Platz eine Mischung aus Weltstadtflair und Lokalkolorit zu verleihen. In der Adventszeit findet hier der berühmte Striezelmarkt statt, der mit seiner behaglichen Atmosphäre Besucher aus aller Welt anzieht. Am etwas klobigen Kulturpalast aus den 1960er Jahren vorbei geht es auf den Neumarkt. Hier blieb bei der Kriegszerstörung kein Stein auf dem anderen, aber das „Filetstück“ Dresdens wurde historisierend nachgebaut, das barocke Zentrum ist in alter Pracht wiederauferstanden. Zum ersten Mal hat sich eine deutsche Stadt durch Rekonstruktion ihre ursprüngliche Mitte zurückgeholt. Das war und ist umstritten, wird aber von der Dresdner Bevölkerung und den meisten Besuchern angenommen.

Das Herz des Neumarkts ist die Frauenkirche, deren 95 Meter hohe Kuppel wieder gemeinsam mit den Türmen von Hofkirche, Schloss und Rathaus das Stadtbild am linken Elbufer ziert. Der Wiederaufbau kostete mehr als 200 Millionen Euro und wurde durch Spenden aus ganz Deutschland und dem Ausland gedeckt – eine beispiellose Aktion. Die Frauenkirche ist der wichtigste identitätsstiftende Bau Dresdens, er besteht zu 45 Prozent aus originalen Bauteilen. Für das Areal rund um den Neumarkt waren historische Fotos und Malereien die Vorlage. Mit Pflasterstraßen, die sich zu knapp fünf Meter schmalen Altstadtgassen verengen und Häusern, die teilweise mit geborgenen alten Steinen errichtet wur den. Von der Brühlschen Terrasse, dem „Balkon Europas“ (Goethe) öffnet sich der Blick auf das Brückenpanorama und das rechte Elbufer.

Über eine breite Freitreppe geht es hinunter zum Schloss- und Theaterplatz, dem einstigen „höfischen“ Dresden. Hier stehen im erweiterten Rund jene Bauten, die Dresdens Ruhm ausmachten: Zwinger mit Gemäldegalerie, Schloss und Hofkirche sowie Semperoper. Die naturbelassenen Elbauen reichen bis ans Zentrum heran. Die Hügel des Elbtals verlängern den malerischen Grundriss der Landschaft ins Dreidimensionale. Sie markieren den Dreiklang von Geschichte, Kunst und Natur. Von hier aus lassen sich Streifzüge unternehmen. Sie führen zur Porzellansammlung im Zwinger, zu Residenzschloss und Taschenbergpalais, beide wiederaufgebaut, und zu den Staatlichen Kunstsammlungen mit den weltberühmten Attraktionen. Dazu gehören das Grüne Gewölbe, Europas reichste Schatzkammer, Türckische Cammer und Rüstkammer, beide zurückgewonnen aus Ruinen, und der 101 Meter hohe Hausmannsturm.

In der Augustusstraße ist das 102 Meter lange Wandbild des Fürstenzuges, der die Herrscher des Hauses Wettin zeigt, zu bestaunen. Über die Augustusbrücke geht es am Standbild des Goldenen Reiters – er verkörpert Dresdens wichtigsten Regenten, August den Starken – vorbei in die Neustadt. Sie ist unterteilt in die Innere und Äußere Neustadt und zeigt noch viel Barock.

Unbedingt sehenswert: Das Villenviertel Weißer Hirsch

Etwas außerhalb des Zentrums geht es bergauf in Dresden. Das Blaue Wunder ist die berühmteste Brücke der Stadt. Das Bauwerk aus Stahl verband im 19. Jahrhundert erstmals einen so breiten Fluss ohne Pfeiler im Strom. Auf der rechten Elbseite schließt sich direkt der Körnerplatz an, der wegen seiner duftenden Konditorei Wippler in den Erzählungen von Erich Kästner eine Rolle spielt. Ein kurzer Abstecher die Schillerstraße entlang führt zum gut beschilderten Schillerhäuschen, das dem Dichter Theodor Körner gehörte, aber nach dem populären Friedrich Schiller benannt ist. Der kehrte Ende des 18. Jahrhunderts öfters in das Gartenhäuschen ein, dort entstanden seine Stücke „Don Carlos“ und die „Ode an die Freude“.

 In „Wallensteins Lager“ verewigte er die Wirtstochter Justine Segedin als Marketenderin – angeblich aus Rache, denn die sehr viel jüngere Frau flirtete zwar mit dem Dichter, verschmähte ihn aber letztendlich doch. Mit der Standseilbahn geht es vom Körnerplatz in drei Minuten hinauf zum Weißen Hirsch. Der Weiße Hirsch war früher eine Kurkolonie, wurde dann zum Nobelort, seinen Namen hat er von einem nicht mehr existenten Gasthof. Heute ist der Weiße Hirsch mit seinen restaurierten Villen wieder eine Enklave mondäner Bürgerlichkeit. Erker und Türmchen, bunte Dächer und Terrassen, Freitreppen und Gärten bestimmen das Bild des Stadtteils auf den sanften Schwüngen des Elbhangs. Lebensreformer und Anthroposophen hatten sich in den 1860er Jahren hier eingerichtet, es entstand eine berühmte Badeanstalt, das Lahmann Sanatorium, in dem sich auch Franz Kafka und Rainer Maria Rilke behandeln ließen. Aber auch vermögende Industrielle, die an dem litten, was heute als Burn-out-Syndrom bezeichnet wird.

Das Sanatorium ist nur noch eine stolze Ruine, die letzte ihrer Art auf dem Hügel mit seinen 200 Wohnhäusern, die Namen tragen wie „Abendstern“ oder „San Remo“. Erich Kästner schrieb in einem dieser Häuser sein berühmtes Kinderbuch „Emil und die Detektive“, der amerikanische Konstrukteur Charles Nobel erfand in einem anderen 1939 die Kleinbildreflexkamera Praktiflex und der Wissenschaftler Manfred von Ardenne unterhielt in der DDR-Periode hier sein Institut. Diese alle und viele andere haben im altehrwürdigen Luisenhof gespeist, von dort hat man einen grandiosen Blick über das Elbtal, durch das der Fluss in reizvollen Schleifen mäandert.

Dresden ist erinnerte und gelebte Kultur. In nur wenigen Städten Europas ist der Fokus der Aufmerksamkeit so stark auf alles ausgerichtet, was mit Kunst, Poesie und Architektur zu tun hat. Die ganze Stadtanlage, einst eine Residenz von Kurfürsten und Königen, demonstriert einen kulturellen Gestaltungswillen, und die Landschaft ringsumher erscheint wie gemalt. Dresden und die Elbe, das ist eine besonders glückliche Verbindung. Die Stadt ist auf den Fluss bezogen, er durchströmt sie in ihrer Mitte. Das hat unvergleichliches Flair.

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