Salamanca - Entdecken Sie die Universitätsstadt

Rundreise Salamanca

130 Kilometer von Barca d’Alva entfernt liegt in der spanischen Region Kastilien-León die Universitätsstadt Salamanca (148.000 Einwohner). Sie begeistert durch ihre prächtigen Paläste, Kirchen und arkadengesäumten Plätze. Trotzdem wirkt der Stadtkern keineswegs museal, sondern auch dank der 40.000 Studierenden jung, fröhlich und quicklebendig. Salamanca ist definitiv ein lohnendes Ausflugsziel bei Flusskreuzfahrten auf dem Douro von nicko cruises.

Bis hierher war im 3. Jahrhundert v. Chr. der karthagische Feldherr Hannibal vorgedrungen. In den folgenden Jahrhunderten war die Stadt römisch und maurisch, bis sie 1085 n. Chr. vom kastilischen König Alfons VI. von León für Spanien erobert wurde. Die 1218 gegründete Universität ist eine der ältesten in ganz Europa. Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt eine Blütezeit, wurden Kirche und Kloster San Esteban und viele weitere öffentliche Gebäude und Herrenhäuser gebaut. Wegen ihrer architektonischen Reinheit wurde Salamanca 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und war 2002 Kulturhauptstadt Europas.

Im Zentrum liegt die Plaza Mayor, ein in sich geschlossenes Architekturjuwel, das vielfach als schönster Platz Spaniens gerühmt wird. Er wurde der Stadt 1729 von Philipp V. geschenkt als Dank für ihre Loyalität im Spanischen Erbfolgekrieg. Damals kämpften mehrere Länder um das zuvor habsburgische Spanien, nachdem der kinderlose letzte Habsburger Karl II. gestorben war. Aus dem Krieg ging das Haus Bourbon, dem auch das heutige spanische Königshaus angehört, siegreich hervor. Vornehme, dreistöckige Paläste aus honigfarbenem Sandstein erstrecken sich rund um den von Arkaden gesäumten quadratischen Platz.

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Das Rathaus hebt sich mit seiner repräsentativen Front und einem Aufbau mit drei Glocken besonders hervor. Unter den Arkaden reihen sich elegante Geschäfte und Restaurants. An den Tischen der Straßenlokale genießen Einheimische und Besucher das Ambiente und schauen den Passanten auf dem nur Fußgängern vorbehaltenen Platz nach – eine bunte Mischung aus Geschäftsleuten, Studenten, Hausfrauen und fotografierenden Touristen.

Die Universität war schon im 16. Jahrhundert Wegbereiter neuzeitlicher humanistischer Lehren. Die Fassade des Hauptgebäudes gilt als Musterbeispiel des plateresken Baustils aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, den es fast ausschließlich in Salamanca gibt. Er vermischte gotische Elemente mit spanischer und italienischer Renaissance. Der Name leitet sich von „Plata“ (Silber) ab, weil die reichen Verzierungen an filigrane Silberschmiedearbeiten erinnern. Gegenüber der überreich geschmückten Hauptfront steht die Statue des Renaissancedichters Luis Ponce de León.

Ein ganz besonderes Merkmal der Stadt entstand im 16. Jahrhundert, als man eine neue Kathedrale bauen wollte. Zum Glück wurde die alte nicht, wie so häufig, abgerissen, sondern es wurden beide einfach aneinandergebaut. Der Patio Chico, der Kleine Hof, verbindet die Neue Kathedrale mit der alten. So bilden die Gotteshäuser heute ein architektonisches Gesamtensemble. Die romanisch-frühgotische Alte Kathedrale stammt aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und erhielt im 15. Jahrhundert den prachtvollen Renaissance-Hauptaltar, dessen Tafelbilder das Leben von Jesus und Maria darstellen.

Einzigartige Sehenswürdigkeiten in Salamanca

Im Kreuzgang befindet sich die Kapelle Santa Barbara, in der einst die Doktoranden der Universität ihre Prüfung abgelegt haben. Hunderte Figuren schmücken die Puerta de Ramos, das imposante Tor der Alten Kathedrale. Eine davon ist ganz offensichtlich ein Astronaut im Raumanzug, weshalb manche Menschen glauben, damals seien Ufos von fernen Galaxien in Salamanca gelandet. Des Rätsels Lösung: Bei der Restauration der Kathedrale 1992 verbanden die Steinmetze moderne Motive mit den alten. Den Astronauten wählten sie als Symbol des 20. Jahrhunderts.

Über der Neuen Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert erheben sich eine mächtige, zentrale Kuppel, zwei überreich verzierte Haupttürme und viele kleine Türmchen. Auch hier wird der platereske Baustil deutlich. Im Inneren sehenswert sind das Chorgestühl und das Kreuzrippengewölbe. In der Goldenen Kapelle sind eindrucksvolle Skulpturen zu bewundern. Mehr als 300 Muscheln aus gelbem Sandstein schmücken das Casa de las Conchas (Muschelhaus) nahe bei den Kathedralen. Dieser Stadtpalast wurde 1514 von einem Mitglied des Santiago-Ritterordens erbaut, dessen Wappen die Jakobsmuschel als Symbol der Pilgerschaft nach Santiago de Compostela schmückte.

Unterhalb der Altstadt führt die 175 Meter lange, 3,70 Meter breite Römerbrücke über den Fluss Tormes. Sie entstand unter Kaiser Trajan im 1. Jahrhundert n. Chr. als Teil der Fernstraße Via de la Plata, die Mérida im Südwesten und Astorga im Nordwesten der Iberischen Halbinsel verband. Robuste Pfeiler tragen die 26 Rundbögen der heutigen Fußgängerbrücke. Es lohnt sich, auf die andere Seite zu gehen, da sich von dort besonders schöne Motive von der Bogenbrücke und der aufsteigenden Altstadt mit ihren Kirchen und Kuppeln bieten.

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