Stift Göttweig - Erleben Sie das UNESCO-Weltkulturerbe

Südlich von Krems in der Wachau erhebt sich auf einem bewaldeten Hügel, scheinbar „zwischen Himmel und Erde“, der gigantische Komplex des Benediktinerstifts Göttweig - eine ganz besondere Sehenswürdigkeit bei einer Donaukreuzfahrt von nicko cruises. Es wird auf Grund seiner Lage oft auch als „österreichisches Montecassini“ bezeichnet. Gegründet 1083, begann im 15. Jh. eine zweite große Bauperiode. Damals entstanden die gotische Pfarr- und die Stiftskirche, der Kreuzgang sowie zahlreiche Klostergebäude. Im 16. Jh. konnte die Bedrohung durch die Türken erfolgreich abgewehrt werden.

1718 zerstörte ein katastrophaler Brand große Teile der Anlage, die daraufhin in der Hochblüte des Barock durch Abt Gottfried Bessel (1714-1749) ihr heutiges Aussehen erhielt. Aus Geldmangel konnte man aber keinen völligen Neubau erstellen, sondern ersetzte bestimmte Fassadenteile und malte Fenster oder eine Uhr auf, was heute noch zu erkennen ist. Im Zentrum des mit Verteidigungsbastionen ausgestatteten, auf drei Seiten von mächtigen Klostergebäuden umgebenen Hügels steht die Stiftskirche mit einer klassizistischen Fassade und zwei Türmen, die oben wie abgeschnitten wirken. Das Innere gilt jedoch als Kleinod des barocken Kirchenbaus mit prachtvollen Gemälden, Altären und acht Seitenkapellen. Besondere Sehenswürdigkeiten sind außerdem die monumentale Kaiserstiege, gekrönt von Paul Trogers Deckenfresko, sowie die Fürsten- und Kaiserzimmer.

Die Geschichte des Benediktinerstift

So strahlend, wie sich Stift Göttweig heute präsentiert, verlief die Geschichte keinesfalls. Während der Napoleonischen Kriege war das Kloster zeitweilig französische Kaserne; Napoleon selbst besuchte 1809 Göttweig, woran heute das Napoleonzimmer erinnert. Dann sollte das Kloster aufgelöst werden, konnte sich jedoch halten.

Neues Unheil kam im „Dritten Reich“ auf Stift Göttweig zu. Es wurde 1939 enteignet, die Mönche verbannt, die Gebäude als Gefangenenlager und Ausbildungsstätte für die NS-Elite genutzt. Nach dem Einmarsch der Roten Armee diente die inzwischen teilweise verwüstete Klosteranlage wiederum einige Zeit lang als Kaserne für die Besatzungstruppen, bis die Mönche 1945 zurückkehren durften.

1978-2004 wurde der gesamte Klosterkomplex umfassend restauriert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz. 2000 nahm die UNESCO Stift Göttweig gemeinsam mit der Wachau, der historischen Altstadt von Krems und Stift Melk in die Liste des Weltkulturerbes auf. Heute ist das Kloster Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt und gleichzeitig spirituelles Zentrum. Etwa 45 Mönche leben im Stift.

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