Mit nicko cruises das Donaudelta entdecken

2.888 km nach ihren Quellen im Schwarzwald mündet die Donau bei Kilometer Null ins Schwarze Meer. Doch bevor es soweit ist, bildet der Strom das mit 5.600 Quadratkilometer Fläche zweitgrößte Delta Europas (nach dem Wolga-Delta). Es entstand durch den vom Fluss mitgeführten Schlamm; jedes Jahr wächst die Donau um bis zu 50 Meter ins Meer hinaus. Bei einer Donaudelta Flusskreuzfahrt mit nicko cruises entdecken Sie die natürliche Vielfalt dieser einmaligen Landschaft.

Das Donaudelta steht seit 1990 auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Das Delta erstreckt sich zwischen den drei großen Mündungsarmen der Donau. Kurz vor Tulcea teilt sich die Donau zunächst in den Kilija- und den Tulcea-Arm. Letzterer entzweit sich noch einmal in den Sulina- und den St. Georgs-Arm. Der offizielle Kilometer 0 der Donau befindet sich am Sulina-Arm. Der Kilija-Arm bildet die natürliche Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine und ist zwar der breiteste, jedoch auch einer der seichtesten Mündungsarme. Für Hochseeschiffe ist er daher nicht befahrbar. Nur entlang des Sulina-Arms, welcher bereits begradigt und ausgehoben wurde, ist die Durchfahrt vom Schwarzen Meer bis nach Tulcea möglich.

Ganz anders zeigt sich der St. Georgs-Arm: Im Einklang mit der Natur windet sich das Wasser in Richtung Meer. Ein unübersehbares Gewirr von Wasserläufen, kleinen und größeren Seen, Inseln und Kanälen bilden das größte Sumpfgebiet Europas mit dem meisten Schilfrohr der Welt. Das Schilf wächst auf beweglichem oder festem Grund, dazwischen schwimmen Inseln aus Rohrkolben, Sumpffarnen, Wasserminzen und anderen Pflanzen.

Aktuelle Angebote auf der Donau

Bisher wurden im Delta rund 1.690 Pflanzen- und 3.450 Tierarten nachgewiesen. Von den 325 Vogelarten stehen 90 Prozent unter strengem Artenschutz. Über 70 stammen nicht aus Europa, darunter Kormorane, Rosa Pelikane, Krauskopfpelikane und Nachtreiher. Dazu kommen europäische Arten wie Säbelschnäbler, Seeschwalben, Möwen, Polartaucher, Bekassine, Kraniche, Donaufalken, Silberreiher, Singschwäne, Höckerschwäne, Löffler, Seidenreiher, Stelzenläufer, Rostgänse und Seeadler, um nur einige zu nennen. Mit seinen 45 Arten Süßwasserfische stellt das Delta zudem einen wichtigen Lebensraum für Fische dar. Am häufigsten sind Süßwasserstöre, Meeresstöre, Karpfen, Welse, Zander, Hechte, Barben, Weißfische, Donauheringe, Kleine Hausen, Glattbutten, Barsche und Plattfische.

Aber auch Säugetiere sind in Donaudelta beheimatet, beispielsweise Fischotter, Nerze, Bisamratten, Feldhasen, Wildschweine, Füchse, Wölfe, Iltisse oder Wildkatzen. In Sanddünen und Waldgebieten mit Silberweiden, Erlen, Eschen und Pappeln leben Schlangen und Schildkröten. Manche Bäume werden bis zu 50 Meter hoch. Charakteristisch sind auch Kletterpflanzen sowie in den Sumpfwäldern Wasserlilien, weiße und gelbe Seerosen, Froschzunge, Wasserschere, Froschlattich und andere Wasserpflanzen.

Insgesamt unterscheidet man im Donaudelta mehr als 30 verschiedene Ökosysteme mit bestimmten Lebensräumen: Wasserbiotope, Sumpfgebiete, Schilfrohrflächen und Weiden, Wälder, Feucht- und Trockenwiesen, sandige und felsige Zonen, Klippen und menschliche Ansiedlungen. Denn die labyrinthische Wasserlandschaft des Deltas wird stellenweise auch von Menschen bevölkert. Fischer, Schilfschneider und Bauern leben und arbeiten dort. Auf fruchtbaren Inseln gedeiht Obst, Gemüse und Wein, und außer Fischer- und Bauernkaten ist auch so manches Wochenendhäuschen auf trockenen Flächen zwischen den Wasserarmen zu entdecken.