Donaudelta Reisen Projekt

Donaudelta Reisen nicko cruises

Wie entstehen neue Ausflüge bei nicko cruises?

Bis ein neuer Ausflug bei Flusskreuzfahrten von nicko cruises auf dem Programm stehen kann, müssen im Vorfeld zahlreiche Dinge abgeklärt und recherchiert werden. FLUSSZEIT sprach mit Sandra Huck von der nicko cruises Ausflugsabteilung über die Geburt einer solchen neuen Idee.

Was sind die einzelnen Etappen zur Vorbereitung eines neuen Ausfluges und welche Kriterien sind dabei vorrangig?

Zunächst einmal muss ein Ausflug optimal den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen. Es muss natürlich die Interessen unserer Kunden erfüllen. Außerdem kommt es darauf an, dass der Ort, der besucht werden soll, in den Fahrplan des Schiffes passt. Und das Verhältnis von Anfahrt und Aufenthalt im Ausflugsort sollte ausgewogen sein. Drei Stunden Fahrt bei nur einer Stunde Aufenthalt der Gäste vor Ort wäre nicht verhältnismäßig.

Die Wahl richtet sich sicher auch nach dem touristischen Wert.

Ja, der ist sehr maßgebend. Wenn wir neue Ausflüge anbieten möchten, steht allen voran eine Zielgebietsrecherche, eine Marktbeobachtung per Internet, Reiseführern und Reisemagazinen.

Wie sind die genauen einzelnen Etappen bis zum fertigen Ausflug im Katalog?

Es fängt mit der Zielgebietsrecherche an. Die Ideen und Ansätze kommen von unterschiedlichen Seiten. Gibt es neue Fahrgebiete, dann ist es ein Prozess, der das gesamte Unternehmen durchläuft. In diesem Jahr haben wir z. B. diverse Arbeitsgruppen in Vorbereitung für den Katalog aus 4-5 Mitarbeitern pro Zielgebiet wie Donau, Rhein und Frankreich gebildet, um ein gemeinsames Brainstorming zu machen. Die Personen kommen aus verschiedenen Abteilungen: Kundenservice, Vertrieb, Nautische Planung, Ausflugsabteilung und Produktmanagement. Das erweitert natürlich die Ideenvielfalt und sensibilisiert die Einschätzung, was die tatsächliche Realisierung angeht und natürlich was unsere Kunden sich wünschen. Von den verschiedenen Seiten werden dann Vorschläge ausgearbeitet, die bei uns in der Ausflugsabteilung nach der Attraktivität, der Ausführbarkeit und dem Arbeitsablauf bewertet werden.

Können Sie ein Beispiel einer Ausflugsplanung geben?

Ein konkretes Beispiel ist der Donaudelta-Ausflug, den seit 2015 gibt. Wir wissen, dass das Delta für viele Gäste ein Höhepunkt einer Donaukreuzfahrt ist. Für diese Kunden möchten wir ein neues Highlight schaffen. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern bekommen nicko cruises Gäste die Möglichkeit, auch abseits der üblichen Ausflugsrouten das Delta zu entdecken, die kleinen Seitenkanäle mit ihrer phantastischen Tier- und Pflanzenwelt von Ausflugsschiffen aus zu erforschen, fernab der touristischen Deltapfade. Der Ausflug dauert sechs Stunden. So erleben die Gäste das Donaudelta sehr intensiv. Dabei wurde auch die Ausflugsagentur in Rumänien zu Rate gezogen, welche ebenfalls Vorschläge zu unseren Vorgaben gemacht hat. Diese wurden in der Gruppe noch einmal diskutiert und im Anschluss herausgefiltert, was den nicko cruises Gästen am besten gefallen könnte.

Wie viele Mitarbeiter saßen insgesamt bei diesen Besprechungen für die neuen Ausflüge zusammen?

Etwa 20. Es ist immer gut, wenn wir auch Anregungen von anderen Kollegen bekommen. Eine Ideenfindung durch verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Blickwinkeln ist stets hilfreich.

Was passiert dann?

Wenn wir einen detaillierten Vorschlag für den Ablauf des Ausflugs von den Ausflugsagenturen haben, sprechen wir mit den Kollegen von der Nautischen Planung, wie die Ausflüge passend zum Fahrplan umgesetzt werden können. Dabei werden Fragen berücksichtigt wie: Wo können wir mit dem Schiff anlegen? Wo kann der Ausflug beginnen? Kommen wir mit den Zeiten und den Tag-/Nachtfahrzeiten hin? Danach gibt es ein weiteres Meeting mit den Entscheidungsträgern, also dem Geschäftsführer und den Bereichsleitern, bei dem der Ausflug mit Umsetzbarkeit und Fahrplan vorgestellt wird. Kommt bei der Bewertung heraus, dass der Ausflug optimal zu den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden passt, wird er in das Programm aufgenommen.

Von der ersten Idee bis zum Einbringen in den Katalog. Wie viel Zeit kann da vergehen?

Etwa ein halbes Jahr.

Welche Ausflüge sind übrigens im unteren Donauverlauf besonders beliebt?

Grundsätzlich werden die Ausflüge in den Fragebögen, die wir an die Gäste auf den Schiffen ausgeben, sehr gut bewertet. Sie liegen vom Quotienten her zwischen 1-2 bei einer Skala von 1-5. Absolutes Highlight ist das Donaudelta bei den langen Reisen. Unser Ausflugspaket ist aber ein Querschnitt, gespickt mit Höhepunkten, führt zu eher unbekannten Orten wie zum Beispiel zu dem schönen Pleven in Bulgarien. Serbien und Bulgarien sind noch nicht so stark von Touristen frequentiert und sehr interessant – ein echter Geheimtipp.

Ihre eigenen Ausflugstipps für die langen Donaureisen?

Pécs gehört zu den schönsten ungarischen Städten, besticht durch eindrucksvolle historische Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den imposanten Dom, der einen tollen Blick auf die Stadt bietet. Als Schmelztiegel diverser Kulturen und Universitätsstadt begrüßt die Stadt die Besucher mit einem einzigartigen mediterranen Charme, der sicherlich dazu beigetragen hat, dass Pécs den Titel als Europäische Kulturhauptstadt 2010 erhielt. Am Széchenyi- Platz, der benannt ist nach dem gleichnamigen ungarischen Adelsgeschlecht, das sich sehr für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Landes eingesetzt hat, lohnt der Besuch des Cafés Mecsek. Dort gibt es köstliche Gaumenfreuden wie Kuchen und Eis.

Lesen Sie selbst die Feedbacks der Gäste?

Viele. Und dann freue ich mich ganz besonders, wenn, wie neulich, ein Passagier über sein Schiff, die Crew und die Ausflüge schreibt: „Bitte so bleiben – Steigerung nicht möglich.“

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