Die Puszta - Reisetipps für Ihre Kreuzfahrt durch Ungarn

Südlich von Budapest entdecken Sie bei einer Donaukreuzfahrt eine weite offene Landschaft, die viele mit Ungarn verbinden: die Puszta, was ursprünglich Einöde bedeutete. Tatsächlich kann diese weite, größtenteils baumlose Grassteppe eintönig wirken, doch strahlt sie mit ihren kleinen Dörfern und Gehöften, mit den charakteristischen Ziehbrunnen, mit Pferde-, Schaf- und Rinderherden einen ganz eigentümlichen Reiz aus.

Eine Naturschönheit in Ungarn

Das Pannonische Becken, in dem sich die Puszta erstreckt, wird im Westen von der Donau, im Osten vom rumänischen Hügelland Crisana begrenzt. Im östlichen Teil fließt die Theis durch die Puszta, der zweite große Fluss Ungarns. Anders als die Donau mäandert die Theis in unzähligen Schlingen durch das Tiefland. Der Schiffsverkehr ist sehr gering, dagegen ist der Fluss ein beliebtes Revier für Wassertouristen. Ursprünglich gab es in der Puszta viel mehr Wald, der jedoch in der Türkenzeit großenteils abgeholzt und die Sümpfe trockengelegt wurden. So breitete sich die Steppe aus, in der einst die Csikós, die Pferdehirten, zuhause waren.

Tiervielfalt der Puszta

In der Steppenlandschaft nahe der Hauptstadt der ungarischen nördlichen Tiefebene Debrecen sind wilde Tierarten wir auch alte Haustierrassen zu finden:

  • ungarische Zackelschafe
  • Lockengänse
  • Pannonische Mangalitza Schweine
  • Pferde
  • Graurinder

Ungarische Graurinder, Pferde, Zackelschafe und Büffelherden leben unter freiem Himmel in der Grassteppe Hortobágy, eines der größten Naturschutzgebiete Europas. Uralte Haustierrassen wir das Wollschwein sind in den anliegenden Bauernhöfen zu finden.

Flussreisen auf der Donau

Das Zuhause der Csikós

Heute begeistern die Csikós mit atemberaubenden Reiterkunststücken und Dressuren die Besuchergruppen, und in den Csárdas, den einstigen Dorfgasthäusern, werden die Gäste mit den traditionellen Csárdas-Tänzen unterhalten. Puszta-Ausflüge beginnen oft am Schiffsanleger von Kalocsa (17.000 Einwohner).

Die Stadt lag früher direkt an der Donau, durch Änderung des Flusslaufs heute einige Kilometer weiter östlich. Einst war der Ort von größerer Bedeutung, wurde er doch schon 1001 von König Stephan I. als Zentrum eines Bistums gegründet und ist bis heute Bischofssitz. Auf der Orgel der barocken Kathedrale Mariä Himmelfahrt hat Franz Liszt (1811-1886) mehrfach gespielt und das Instrument sehr gelobt.

Im 1776 erbauten Bischofspalast befindet sich eine Bibliothek mit 140.000 Bänden, darunter eine Bibel mit dem Schriftzug von Martin Luther. Kalocsa ist landwirtschaftlich geprägt und Zentrum des weltweit größten Paprika-Anbaugebiets, worüber das Paprika-Museum informiert. Außerdem werden Wein, Obst und Getreide angepflanzt.