Erleben Sie Passau bei einer Flusskreuzfahrt

Drei Flüsse aus drei Himmelsrichtungen verleihen der Stadt ihre einmalige Schönheit. Von Norden aus dem Bayerischen Wald kommt die Ilz mit dunklem Moorwasser, von Süden aus den Alpen der Inn mit seinem Gletscherwasser und von Westen die Donau. Die unterschiedlichen Farben sind am Zusammenfluss in Passau gut zu erkennen – die blaue Donau, der grüne Inn und die schwarze Ilz. An ihren Ufern entstand und wuchs über viele tausend Jahre die Dreiflüssestadt Passau. Auf Grund dieser Lage startet auf der Donau fast jede Flusskreuzfahrt in Passau.

Schon vor 2.000 Jahren legten hier die Römer ein Kastell zur Sicherung ihrer Grenze an. Die eigentliche Bedeutung der Stadt begann jedoch erst, als Passau 739 zum Bischofssitz erhoben und ab 1217 zur „Hochfürstlichen Haupt- und Residenzstadt“ eines Gebiets wurde, das bis zum heutigen Ungarn reichte. Dadurch eng zwängt sich die Altstadt in auf die spitz zulaufende Landzunge zwischen Donau und Inn, in der sich die meisten Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Museen, Rathaus und Residenz drängen - ein besonderer Anblick bei jeder Donaukreuzfahrt.

Italienische Architekten und Künstler schufen in Passau nach verheerenden Stadtbränden im 17. Jh. die Altstadtkulisse, die vom barocken, 1622 neu erbauten Dom St. Stephan überragt wird. Charakteristisch die drei Zwiebeltürme des Doms, der Mutterkirche des Wiener Stephansdoms. Im Inneren beeindruckt die größte Kirchenorgel der Welt mit 18.000 Pfeifen, 233 Registern und vier Glockenspielen.

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Entdecken Sie das „bayerische Venedig“ in Passau“

Im ursprünglich spätgotischen, mehrfach umgebauten Rathaus direkt am Donauufer befindet sich im barocken Ratssaal ein Kolossalgemälde von 1890 zum Nibelungenlied und zur Stadtgeschichte. Dass die Dreiflüssestadt auch immer wieder von gewaltigen Überschwemmungen heimgesucht wird, zeigen die Hochwassermarken am Rathausturm. Die Rathausfassade wird von einem 1904 entstandenen Relief geschmückt, das an Kaiserin „Sissi“ erinnert, die in Passau zur Brautfahrt auf einem Salondampfer nach Wien aufbrach.

In der italienisch beeinflussten und deshalb auch „bayerisches Venedig“ genannten Altstadt entzücken weitere städtebauliche Höhepunkte wie der Residenzplatz in der Nähe des Doms mit dem Wittelsbacherbrunnen, der Domplatz mit barocken Herrenhöfen und einem Denkmal von König Maximilian I. (1824) sowie weiteren Palazzi und Bürgerhäusern. Aber auch enge, romantische Gassen und Winkel, malerische Plätze und attraktive Uferpromenaden verlocken zum Bummeln.

Südlich des Inns erstrecken sich modernere Stadtteile, auf der Nordseite jenseits der Luitpoldbrücke liegt an der Ilz-Mündung die Doppelfestung Ober- und Niederhaus (ab 13. Jh.), die den Handel auf den Flüssen kontrollierte. Die Verbindung von fürstbischöflicher Residenz und florierender Handelsstadt zog nicht nur Architekten und Bauherren, sondern auch viele Künstler an. Passau spielte eine Rolle im mittelalterlichen Heldenepos des Nibelungenliedes.

Auch der italienische Frührenaissance-Dichter Aeneas Sylvius Piccolomini (später Papst Pius II.) besang die Schönheit der Stadt, die auch von Dichtern und Literaten wie Ernst Moritz Arndt, Adalbert Stifter, Alfred Kerr und Hans Carossa bewohnt oder beschrieben wurde. Den alljährlichen Höhepunkt des Kulturlebens bilden die „Europäischen Wochen“, seit 1952 das frühsommerliche Spitzentreffen für alle Bereiche der gestaltenden Künste.