Donauknie - Reisetipps für Ihren Ungarn-Urlaub

Flusskreuzfahrt Donauknie

Bei Esztergom beginnt der Donau-Ipoly-Nationalpark. In einer großen Schleife wendet sich der Fluss zuerst nach Norden und ändert dann seine Grundrichtung nach Süden. Nördlich des Donauknies steigt das fast 1.000 Meter hohe Börzsöni-Gebirge an, eine mit erloschenen Vulkanen, Schluchten, Tälern und über 335 Quellen höchst abwechslungsreiche Landschaft. Im Süden und Westen erstreckt sich das UNESCO-Biosphären-Reservat Pilis-Gebirge. Zwischen diesen beiden Mittelgebirgen schuf die Donau ein landschaftlich eindrucksvolles Durchbruchstal, das von Kalksteinfelsen, üppig bewachsenen Auwälder, Inseln und malerischen Kleinstädten und Dörfern geprägt wird, die Sie bei Donaukreuzfahrten von nicko cruises erwarten.

Schon immer war das Donauknie von wichtiger strategischer Bedeutung. Mehrere Städte am Fluss gehen auf römische Gründungen zurück und gehörten ab dem Mittelalter zum Besitz der ungarischen Königsfamilien. Burgen, Ruinen und malerische Ortsbilder gehen auf diese Zeit zurück. In Visegrad auf der rechten Donauseite entstand im 13. Jh. eine mächtige Burg mit dem weithin sichtbaren Salomonturm, einem fünfstöckigen, gut erhaltenen Wohnturm. Die Burg war zeitweilig Sitz der ungarischen Könige, 200 Jahre lang wurde hier die Königskrone aufbewahrt. 1335 trafen sich in Visegrad die Könige von Ungarn, Tschechien und Polen, um einen Vertrag zum Ausschalten des Wiener Stapelrechts zu schließen. Mit der Eroberung durch die Türken 1543 endete die Glanzzeit des Orts. Bei Visegrad teilt sich die Donau in zwei Hauptarme.

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Flussparadies vor den Toren Budapests

Am westlichen Hauptarm liegt Szentendre (25.000 Einwohner), das mit seinen verwinkelten Straßen und Gassen, hübschen Plätzen und Dutzenden von Museen mediterranes Flair ausstrahlt und zum touristischen Zentrum des Donauknies geworden ist. Schon von den Kelten besiedelt und im 2. Jh. eine Station am römischen Donau-Limes, gelangte die Stadt im 14. Jh. zu größerer Bedeutung. Menschen vieler Nationalitäten, darunter Serben, Slowaken, Griechen und Deutsche, siedelten sich an und gründeten jeweils eigene Stadtteile. Nach dem Niedergang während der 150-jährigen Türkenherrschaft begann im 18. und 19. Jahrhundert eine neue Blütezeit.

Ein Meisterwerk des Rokoko ist die 1752 erbaute Blagovestenska-Kirche mit reichem Fassadenschmuck. Szentendre zog zahlreiche Künstler an, deren Arbeiten in mehreren Museen und Galerien ausgestellt werden. Das Ferenczy-Museum zeigt Werke des impressionistischen Malers Károly Ferenczy (1862-1917), seiner Eltern und seiner Kinder. Zeitgenössische Bilder und Skulpturen werden in der Künstler-Mühle präsentiert. In einem ehemaligen barocken Handelshaus sind die Kreationen einer der berühmtesten Keramikkünstlerinnen des 20. Jh., Margit Kovács (1902-1977), zu bewundern.

Neben weiteren Kunstausstellungen erfreut sich auch das Marzipan-Museum großer Beliebtheit. Etwas außerhalb der Stadt informiert das Ethnographische Freilichtmuseum, mit 340 Gebäuden die umfangreichste Volkskundesammlung des Landes, über Architektur und Lebensweise in den zehn Landschaften Ungarns.